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Untersuchung von myeloid-derived suppressor cells (MDSC) und ihrem
Einfluss auf die Metastasierung

Die so genannten myeloid-derived suppressor cells (MDSC) sind unreife Immunzellen, die im Knochenmark, Blut und in der Milz bei Mäusen mit bösartigen Tumoren gefunden wurden. Bei Menschen mit bösartigen Tumoren hat man derartige Immunzellen ebenfalls bereits nachweisen können. Im Regelfall ist das Immunsystem dazu da, Infekte zu bekämpfen. Es spielt jedoch auch beim Kampf gegen Tumoren eine wichtige Rolle. Im Falle einer Immununterdrückung durch z.B. Medikamente (z.B. bei Nierentransplantierten) kommt es zu einem deutlichen Anstieg des Krebsrisikos. Die Bildung von MDSC-Zellen wird durch das Vorhandensein eines Tumors gefördert und schwächt nachweislich das Immunsystem. Somit wird auch die Bekämpfung des Tumors durch den Körper selbst gehemmt und das Tumorwachstum gefördert.

Für die Bildung von funktionellen MDSC ist u.a. das Eiweißmolekül Protein S100A8 notwendig. An genetisch veränderten Mäusen, die das Protein S100A8 nicht bilden können, konnte gezeigt werden, dass die Bildung von MDSC gehemmt und gleichzeitig deren immununterdrückende Funktion eingeschränkt war.
An Mäusen mit schwarzem Hautkrebs (Melanom), einem der aggresivsten Tumoren des Menschen, konnten wir das Vorkommen von MDSC nachweisen und zeigen, dass diese das Immunsystem der Maus herunterregulieren. Fehlte den Mäusen, denen schwarzer Hautkrebs injiziert wurde, das Eiweiß S100A8 (durch genetische Veränderung), kam es zu keiner Bildung von MDSC und die Tumoren wuchsen wesentlich langsamer.

Fragestellung und Arbeitsprogramm
Wir möchten anhand unseres Melanom-Mausmodells überprüfen, ob das Fehlen von S100A8 auch einen Einfluss auf das Metastasierungsverhalten hat. Der Grad der Metastasierung soll mittels der modernen Bildgebung (PET-CT) bestimmt werden. Dabei sollen gegebenenfalls auch Antikörper gegen das Protein S100A8 zum Einsatz kommen, um die Bildung von MDSC zu verhindern und somit das Tumorwachstum und die Metastasierung zu verhindern. Dies wäre ein großer Schritt in Richtung zukünftiger Anti-Tumor-Strategien.


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